Jenseits von Partei-Ideologien

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1200423
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    Jenseits von Partei-Ideologien

    Kapitel 3.5.1.3, Auswahl der sprachlichen Mittel:§Die Sprachwissenschaft stellt also eine ganze Reihe an Methoden zur Verfügung, die für eine Untersuchung des öffentlichen Sprachgebrauchs geeignet sind. Da es zur Untersuchung der Unterschiede im Sprachgebrauch von Regierung und Opposition bislang kaum Literatur gibt, war es schwierig vorauszusagen, in welchem Bereich der Sprache Unterschiede zu finden sein würden. Deshalb wurde eine relativ breite Auswahl an sprachlichen Mitteln und Aspekten für die Analyse getroffen. Grundsätzlich ist die Analyse in drei Schritte eingeteilt: die lexikalische Analyse, die rhetorische Analyse und die pragmatische Analyse.§Die lexikalische Analyse: Als Basis der politischen Sprache bieten sich die von den Parlamentariern verwendeten Wörter an. Zentrale Begriffe der Debatten können wichtige Aufschlüsse liefern, auch wenn die kontextlose Betrachtung der einzelnen Lexeme kaum zu entscheidenden Erkenntnissen führen wird. Untersucht werden sollen in diesem Kapitel Schlagwörter und Schlüsselbegriffe, die Aufschluss über unterschiedliche Bewertungen und Schwerpunktsetzungen von Regierung und Opposition liefern könnten. Außerdem Selbst- und Fremdbezeichnungen der Politiker und die Bezeichnungskonkurrenz, die besonders deutlich Unterschiede in der Bewertung von Sachverhalten unterstreicht.§Die rhetorische Analyse: Aus der Vielzahl rhetorischer Mittel sollen hier drei genauer untersucht werden, da sich ihre Analyse in vielen Arbeiten zur politischen Sprache als aufschlussreich erwiesen hat: Metaphern, Phraseologismen und Pathos.§Die pragmatische Analyse: Zu dieser Rubrik zählt zunächst die Argumentationsanalyse, die in dieser Arbeit dazu dient, Parallelen und Unterschiede in den Argumenten von Regierungs- und Oppositionspolitikern aufzudecken. Außerdem werden die Sprechhandlungen der Politiker genauer betrachtet, in jeweils eigenen Kapiteln werden die parlamentstypischen Sprechakte Zwischenruf und Zwischenfrage behandelt. Abschließend wird auf Beleidigungen und Schmähwörter in den Parlamentsdebatten eingegangen.§Zusätzlich wird im abschließenden Kapitel auf solche Äußerungen im Parlament eingegangen, in denen die Politiker direkt Bezug auf ihren eigenen Sprachgebrauch oder den ihrer politischen Gegner nehmen.§In den einzelnen Kapiteln zu den untersuchten sprachlichen Mitteln soll keine Auflistung und Zitation sämtlicher Fundstellen vorgenommen werden. Ohnehin ist es illusorisch und wenig zweckmäßig, den Versuch zu unternehmen, alle Stellen zu finden, an denen eines der Untersuchungsmerkmale auftritt. Dies wäre auch schon durch zahlreiche Zweifels- und Grenzfälle unmöglich. Stattdessen wird das gesammelte Material bewertet, Schlüsse werden daraus gezogen.§Wichtig ist dabei unter anderem, dass lediglich solche sprachlichen Auffälligkeiten berücksichtigt werden, die typisch für den parlamentarischen Sprachgebrauch sind und die im Bezug zur Fragestellung dieser Arbeit stehen. Denn natürlich benutzen die Politiker auch zahlreiche Metaphern, die in der Alltagssprache ebenfalls oft vorkommen, und die keine Rückschlüsse auf Unterschiede im Sprachgebrauch von Regierung und Opposition zulassen. Diese werden hier aber nicht berücksichtigt. Zur Veranschaulichung werden jeweils die besonders auffälligen sowie die besonders häufig auftretenden Beispiele anhand von Zitaten nachgewiesen.
  • Zusatzinformation

    Autor
    Bindung
    Taschenbuch
    Verlag
    Diplomica
    ISBN / EAN
    9783836661133
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