Psychophilie und Sphingophilie. Anpassung von Blüten an die Bestäubung durch Schmetterlinge

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2275420
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    Psychophilie und Sphingophilie. Anpassung von Blüten an die Bestäubung durch Schmetterlinge

    Studienarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Biologie - Botanik, Note: 1,3, Universität Koblenz-Landau (Institut für Integrierte Naturwissenschaften), Veranstaltung: Blütenökologie der Pflanzen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die große Biodiversität der Angiospermenblüten lässt sich auf die Mannigfaltigkeit der Bestäubungsmöglichkeiten zurückführen. War in der Evolutionsgeschichte zunächst Wasser als Medium zur Bestäubung unabdingbar, entwickelten sich bei den Gymnospermen morphologische Merkmale, die die Pollenverbreitung über den Wind (Anemophilie) ermöglichten. Die Entwicklung hin zu biologischen Vektoren zur Pollenausbreitung (Zoophilie) bildet die Grundlage für die Anpassung des Blütenaufbaus vieler Arten der Angiospermen. Als Bestäuber fungieren vor allem Insekten, darunter Schmetterlinge (Lepidophilie), Käfer (Cantherophilie), Bienen (Mellitophilie), aber auch Säugetiere wie Fledermäuse (Chiropterophilie) oder gar Lemuren. Weiterhin muss die Pflanze Anpassungen aufweisen, die einerseits den jeweiligen Bestäuber anlockt und andererseits dem Bestäuber einen Benefit bietet, zum Beispiel in Form von Nahrung, Duftstoffen oder einer Schlafplatzmöglichkeit. Andere Anpassungsformen signalisieren dem Bestäuber einen Benefit, liefern diesen aber nicht. Hier spricht man von Täuschblumen, die beispielsweise Nektarverfügbarkeit, einen Eiablageplatz oder einen Sexualpartner imitieren. Dabei profitieren sie von der Bestäubung durch das Tier. Die Anpassungsmerkmale an die Bestäubung durch Schmetterlinge (Lepidopterophilie) lässt sich gut in Tagfalterblüten und Nachtfalterblüten unterteilen. Allen gemeinsam ist das Angebot an niederviskosem Nektar, den der Schmetterling mit seinen zu einem Saugrüssel umgewandelten Mundwerkzeugen aufnehmen kann (Glossata). Die Einteilung der Pflanzen in Tag- und Nachtfalterblüten lässt sich analog auf die Bestäuber anwenden, die als Tag- bzw. Nachtfalter bezeichnet werden. Hierbei handelt es sich in beiden Fällen um eine rein ökologische Einteilung, keinesfalls um eine taxonomische Systematik. Die Blütensyndrome von tag- und nachtfalterbestäubten Pflanzen unterscheiden sich vor allem in Farbmerkmalen und Duft. Eine hochspezialisierte Anpassung von Blüte und Bestäuber ist auf Madagaskar zu beobachten. Hier korreliert die Rüssellänge der Nachtfalter stark mit der Spornlänge der teilweise endemischen Sternorchideen.
  • Zusatzinformation

    Autor
    Bindung
    Taschenbuch
    Verlag
    GRIN Verlag
    ISBN / EAN
    9783668671157
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